Bewohner und Geschäftstreibende in den aarenahen Quartieren seien kurz nach 20.00 Uhr über das neue SMS-Alarmierungssystem aufgefordert worden, ihre Keller auf eindringendes Grundwasser zu kontrollieren und allenfalls vorsorglich zu räumen. Das SMS-System wurde erstmals angewandt.
Kein Alarm
Es handle sich um eine vorsorgliche Meldung und nicht um einen Alarm, betonte Gugger. Aus diesem Grund sei bis am Abend nicht via Medien informiert worden. Ein Sirenenalarm erfolge je nach Wetterprognose und Wasserstand frühestens bei einer Durchflussmenge von 365 bis 380 Kubikmetern.
Laut Gugger hat die Feuerwehr an mehreren Stellen Sandsäcke und Bretterverbauungen aufgebaut. Im Einsatz standen am Abend rund 40 Feuerwehrleute. Für die Nacht wurde ein Pikettstab eingerichtet.
Auch der Thunersee ist zwischen Sonntag- und Montagabend stark angestiegen, und zwar auf 557,83 Meter. Damit befindet er sich noch 47 Zentimeter unter der Hochwassermarke von 558,30 Metern. Die Schleusen beim Abfluss in Thun sind seit Montagmorgen vollständig geöffnet, wie beim kantonalbernischen Wasserwirtschaftsamt auf Anfrage zu erfahren war.
