Den absoluten Mai-Rekord hält die Messstation in Basel, wie ein Sprecher von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Am 17. Mai 1945 wurden dort 33,5 Grad gemessen. Neben Chur erreichten am Freitag drei weitere Messstationen über 31 Grad: Buchs-Suhr AG mit 31,7 Grad, Visp mit 31,5 Grad und Würenlingen AG mit 31,1 Grad.
Auch in den Bergen war es warm wie selten: Die Nullgradgrenze stieg auf 4000 bis 4200 Meter über Meer. Auf dem Jungfrau-Joch wurden 8,9 Grad gemessen - ein neuer Mai-Rekord seit dem Messbeginn vor über 70 Jahren. Der bisherige Höchstwert von 6,5 Grad am 22. Mai 1986 wurde richtiggehend pulverisiert.
"Kühles" Tessin
Eine Ausnahme machte das Tessin: Laut MeteoSchweiz verhinderte hier Dunst Hitzetemperaturen. Den Tageshöchstwert für die Sonnenstube erreichte die Messstation in der Magadino-Ebene mit vergleichsweise bescheidenen 28,6 Grad.
Die BPUK rief daher die Bevölkerung auf, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Sportliche Leistungen sollten möglichst vormittags oder nach Sonnenuntergang erbracht werden. Zudem könnten Freiwillige einen Beitrag zu weniger Luftschadstoffen leisten, etwa indem sie das Auto weniger benutzten.
Eine Abkühlung ist vorerst nicht zu erwarten: Am Samstag und am Sonntag erwartet MeteoSchweiz ähnliche Temperaturen wie am Freitag - eventuell sogar noch höhere. Zunehmen soll das Gewitterrisiko.
