Der Gouverneur von Florida und Präsidentenbruder Jeb Bush nahm unterdessen die bereits nach dem Hurrikan «Katrina» unter schweren Beschuss geratene Bundesbehörde für Katastrophenmanagement FEMA in Schutz.
Verantwortung?
Wenn jemand für die zögerliche Anlieferung von Wasser und Eis verantwortlich sei, dann nicht die FEMA, sondern der Staat Florida und damit er selbst, sagte Bush in Tallahassee. Zugleich wies er aber den wartenden Menschen selbst eine Mitschuld zu.
Sie hätten genügend Zeit vor dem Eintreffen von «Wilma» am Montagmorgen gehabt, sich mit den wichtigsten Vorräten für mehrere Tage einzudecken, sagte der Gouverneur auf einer Pressekonferenz in Tallahassee.
Touristen aus Mexiko ausgereist
Während sich die Situation in Florida durch die Folgen von «Wilma» für die Bevölkerung verschärfte, entspannte sich die Lage für tausende Touristen in Mexiko. Die meisten sind bilang von der verwüsteten mexikanischen Halbinsel Yucatán in ihre Heimatländer abgereist.
Auch die 314 Schweizer Feriengäste trafen Donnerstag in einer Chartermaschine der Reiseveranstalter Kuoni, TUI und Hotelplan aus der mexikanischen Stadt Merida in Zürich ein.
Am Vortag waren sie mit Bussen in die Stadt Merida gut 300 Kilometer westlich von Cancn gebracht worden, weil der Flughafen von Cancn weiterhin geschlossen war.
Bei Eintreffen des Hurrikans hatten sich insgesamt über 30 000 Touristen in den Feriengebieten im Osten Yucatáns aufgehalten, darunter Cancn, Playa del Carmen und von der Insel Cozumel.
