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Tote nach heftigen Regenfällen in Haiti

Haiti: Heftige Regenfälle überfluten ganze Gegenden

«Die Menschen sind auf die Dächer ihrer Häuser geklettert und harren dort aus.» (Archivbild)
Sonntag, 28. Februar 2010
Port-au-Prince - Heftige Regenfälle haben im Südwesten Haitis Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst, durch die mindestens elf Menschen ums Leben gekommen sind. «Die Situation ist schlimm, ganze Gegenden sind komplett überflutet», berichtete ein Behördenvertreter aus der betroffenen Region.
«Die Menschen sind auf die Dächer ihrer Häuser geklettert und harren dort aus.»

Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten

Im Zentrum der Stadt Belladères stand das Wasser mindestens eineinhalb Meter hoch, wie der Zivilschutz unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt mitteilte. Zahlreiche Flüsse im ganzen Südwesten der Insel seien über die Ufer getreten.

In der drittgrössten Stadt des Landes, Cayes, die von dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar verschont geblieben war, standen mehrere Viertel unter Wasser. Unweit von Cayes starben allein fünf Menschen, als ihr Auto von den Fluten mitgerissen wurde.

Im Gefängnis von Cayes stand das Wasser nach Behördenangaben 50 Zentimeter hoch, weshalb die 500 Häftlinge von der haitianischen Polizei und UNO-Blauhelmsoldaten in Sicherheit gebracht werden mussten.

Erst vor sechseinhalb Wochen war die Karibikinsel von einem verheerenden Erdbeben erschüttert worden, bei dem mehr als 222'000 Menschen starben und mehr als 1,5 Millionen ihr Hab und Gut verloren.

zel/sda