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Guatemala bittet UNO um Millionenhilfe

Der Landweg ist meist versperrt oder schwer passierbar.
Dienstag, 11. Oktober 2005
Guatemala-Stadt - Die Regierung von Guatemala hat die UNO wegen der Zerstörungen durch Tropensturm «Stan» um 21,5 Millionen Dollar Nothilfe gebeten.
Offiziell wurden in dem kleinen mittelamerikanischen Land 652 Menschen getötet. 3,5 Millionen Menschen sind in irgendeiner Weise von dem Unwetter betroffen. Präsident Oscar Berger verfügte eine dreitägige Staatstrauer.

Auch zehn Tage nach dem Beginn der sintflutartigen Regenfälle in Mittelamerika und Südmexiko werden Dörfer von Schlammlawinen in die Tiefe gerissen. Die Zahl der Toten steigt ständig. Viele Menschen warten verzweifelt auf Hilfe.

Es gibt zu wenige Helikopter und der Landweg ist meist versperrt. Offiziell starben bisher rund 800 Menschen, doch es werden noch Hunderte von Menschen vermisst, so dass die Zahl der Getöteten weitaus höher als 2000 sein dürfte.

Immer neue menschliche Tragödien

Jeden Tag entdecken die Rettungskräfte neue menschliche Tragödien, wenn sie endlich zu Gebieten vorgedrungen sind, die sie bis dahin nicht erreichen konnten.

So starben im Dorf Belisario Dominguez im südmexikanischen Staat Chiapas 23 Menschen bei einem Erdrutsch, der 200 Häuser mit in die Tiefe riss. Das Unglück hatte sich bereits am vergangenen Dienstag ereignet.

smw/sda