Greenpeace besprühte den Frachter nun mit dem Slogan «Giftmüllverbrecher» und hisste ein Banner «Giftmüll tötet». Die Wasserpolizei der Baltenrepublik versuchte vor Ort zu schlichten.
Unsachgemässe Behandlung
Die unter der Flagge von Panama fahrende «Probo Koala» war von einer niederländischen Firma gechartert worden und hatte im August im westafrikanischen Hafen Abidjan Elfenbeinküste geschätzte 400 Tonnen giftige Ölabfälle gelöscht. Die unsachgemässe Behandlung führte zu einer Umweltkatastrophe.
Nach offiziellen Angaben starben mindestens 7 Menschen und etwa 40 000 erkrankten. Die Regierung der Elfenbeinküste trat zurück. Mittlerweile arbeiten französische Experten an der fachgerechten Entsorgung.
Ermittlungen aufgenommen
Die niederländische Justiz nahm Ermittlungen auf. Nach europäischem Recht ist die Ausfuhr gefährlichen Mülls in Entwicklungsländer verboten.
Die «Probo Koala» hatte zuletzt am 15. September in Paldiski festgemacht. Eine Untersuchung der dortigen Behörden ergab keine Beanstandungen.
