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Gletschersee ob Grindelwald: Pegel steigt weiter

Der Seepegel des Gletschersees ob Grindelwald steigt weiter.
Samstag, 23. Mai 2009
Grindelwald - Der Seepegel des Gletschersees ob Grindelwald steigt weiter. Nach der Reparatur der Messgeräte zeigt sich, dass der See nun 2 Mio. Kubikmeter Wasser fasst. Die Gefahr, die von der Moräne ausging, scheint aber gebannt.
Rund 300'000 Kubikmeter Material aus dem Moränenpaket, das sich Richtung See bewegte, seien am Freitagabend in einzelnen Brocken in den See gestürzt, sagte Nils Hählen vom kantonalen Oberingenieurkreis nach einer Beurteilung der Lage. Die restlichen 200'000 Kubikmeter bewegten sich nun langsamer.

Ihr Absturz in den See sei zwar eine Frage der Zeit, erklärte Hählen. Dieses Volumen dürfte aber keine grosse Wirkung haben. Daher konnten die am Freitagabend verfügten Schutzmassnahmen entlang der Lütschine aufgehoben werden.

Weil der See sich weiter füllt, ist aber weiterhin eine spontane, rasche Entleerung möglich. Diese würde bei der aktuellen Wassermenge wohl zu einigen Überschwemmungen bis in die Region Interlaken führen.

Nach wie vor sei aber auch eine allmähliche Entleerung des Gletschersees denkbar, sagte Hählen weiter. Diese ist erfahrungsgemäss ungefährlicher. In der Lütschine wurde bereits etwas Gletscherwasser festgestellt.

smw/sda