Rund 30 Bewohner der Ortschaft Kolontar wurden derweil mit Bussen von der Sporthalle in der Stadt Ajka, wo sie seit der Evakuierung am Samstag vergangener Woche untergebracht waren, zu ihren Häusern gefahren, wie eine Sprecherin des Katastrophenschutzes, Gyorgyi Tottos, mitteilte. Andere, die bei Freunden oder Verwandten untergekommen waren, kamen in ihren eigenen Wagen zurück.
«Wir sind gerade in unser Haus zurückgekehrt und wir werden bleiben», sagte der 31 Jahre alte Mechaniker Peter Veingartner. Offenbar wollten die meisten Menschen zurück nach Kolontar.
Alle wollen zurück
«Sogar die, die ihre Häuser verloren haben, sagen, sie wollen hier neu bauen.» Er beschrieb, dass im ganzen Ort Lastwagen im Einsatz seien, um Trümmer wegzufahren. Die Strassen würden ständig mit Wasser bespritzt, um den Staub zu binden. Journalisten durften am Freitag nicht nach Kolontar.
Insgesamt waren am Samstag 800 Menschen aus Kolontar in Sicherheit gebracht worden, weil befürchtet wurde, dass der Deich eines Auffangbeckens einer Aluminiumfabrik erneut bricht. Das halten die AufräumarbeiteBehörden derzeit für unwahrscheinlich.
Weiterer Schutzdamm
Inzwischen wurden ein weiterer, rund 2,70 Meter hoher und 620 Meter langer Schutzdamm gebaut. Aus dem lecken Deponiebecken waren am Montag vergangener Woche 700'000 Kubikmeter ätzender Rotschlamm ausgetreten und hatten drei Ortschaften überschwemmt. Bei dem Unglück kamen neun Menschen ums Leben.
