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Forscher: Algen gegen Klimawandel

Algen auf dem Bodensee im Hitzesommer 2003.
Mittwoch, 26. September 2007
London - Britische Forscher wollen den Klimawandel durch die massenhafte Produktion von Meeresalgen stoppen. Diese verarbeiteten das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) unter dem Einfluss von Sonnenlicht zu Biomasse.
James Lovelock von der Universität Oxford schlägt in einem Artikel für das Wissenschaftsmagazin «Nature» vor, im Meer riesige Rohre aufzustellen. Sie pumpen Wasser über Wellenbewegungen aus 100 bis 200 Meter Tiefe an die Oberfläche. Dies könne zu einem starken Anstieg des Algenwachstums führen und CO2 aus der Atomosphäre binden, schrieb er.

Lovelock, der den Vorschlag zusammen mit Chris Rapley vom Londoner Wissenschaftsmuseum machte, räumte ein, er sei nicht sicher, ob das Meeresprojekt tatsächlich funktioniere. Es sei aber «zweifelhaft», ob die bisher diskutierten Schritte zur CO2-Einsparung und -Reduzierung den Klimawandel noch aufhalten könnten.

Erde als Superorganismus

Der frühere NASA-Forscher Lovelock ist unter anderem durch seine Gaia-Hypothese bekannt geworden, die die Erde als eine Art Superorganismus beschreibt.

Als Umweltschützer sorgte er 2004 für Furore, als er sich angesichts des sich immer klarer abzeichnenden Klimawandels durch den Einsatz fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas für einen Schwenk zur Atomkraft aussprach.

ht/sda