Der Höchstwert im Gebirge wurde auf dem Titlis in der Zentralschweiz mit 123 Kilometern pro Stunde erreicht.
«Der Grund dafür sind die grösseren Druckdifferenzen im Flachland», erklärte Gerstgrasser gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Hausdach weggerissen
Der Föhnsturm hat in der Nacht Teile eines Hausdaches in Brunnen weggerissen. Fünf Bewohner des obersten Stockwerkes mussten evakuiert werden.
Am Vormittag habe der Wind noch immer Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreicht, zum Beispiel im Urner Reusstal. Seinen Höhepunkt habe der Sturm in der Nacht überschritten. Der Föhn werde sich im Laufe des Tages und am Samstag kontinuierlich abschwächen und bis Samstagabend erlahmen.
Der Föhn hat auch zu einer ausserwöhnlich warmen Nacht geführt. In Glarus sind am Morgen Temperaturen bis zu 12,5 Grad erreicht worden. Gerstgrasser rechnete für Freitag in den Föhntälern mit einer weiteren Erhöhung um etwa ein Grad.
Schnee im Tessin
Während auf der Alpennordseite, im Wallis und in der Westschweiz der Sturm wütet, schneite es am Donnerstag und auch am Freitag im Tessin erstmals bis in die Niederungen. Selbst in tiefen Lagen sei die Schneedecke bereits 7 Zentimeter dick, sagte Gerstgrasser.
Im Laufe des Tages werde der Schneefall in Lagen unterhalb von 500 Metern über Meer in Regen übergehen, sagte Gerstgrasser. In höher gelegenen Gebieten werde es weiterschneien.
