Anzeige

Föhnsturm abgeschwächt - Schnee und Regen im Tessin

In höheren Lagen im Tessin liegt eine dicke Schneedecke.
Samstag, 5. Januar 2008
Bern - In der Schweiz hat sich der Föhnsturm abgeschwächt. Der warme Fallwind aus Süden war am Mittag lediglich noch in Föhntälern wie dem Urner Reusstal und dem Churer Rheintal zu spüren. Im Tessin schneite oder regnete es weiter.
In Altdorf UR wurden am Mittag noch Windspitzen von rund 80 Stundenkilometer gemessen, wie Daniel Gerstgrasser, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage der SDA sagte. Im Jura kam inzwischen Südwestwind mit Spitzengeschwindigkeiten von bis 90 Stundenkilometern auf den Jurahöhen auf.

In höheren Lagen im Tessin und in den Tessiner Bergen lag am Samstag eine dicke Schneedecke: In Piotta auf rund 1000 Metern über Meer wurden am Morgen 30 Zentimeter gemessen. In tiefen Lagen waren es 2 bis 5 Zentimeter. Allerdings hatte es dort schon in der Nacht zu regnen begonnen.

Nördlich des Monte Ceneri sollten bis Sonntagmittag nach Angaben von MeteoSchweiz weitere 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee fallen, die Schneefallgrenze aber allmählich ansteigen. Die Alpenpässe Bernina, Julier und Maloja konnten am Samstag nur mit Schneeketten befahren werden, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse mitteilte.

Die Lawinengefahr lag am Samstag im Nordtessin, im Gebiet zwischen Gotthard bis Bernina, im Wallis sowie im Puschlav und im Münstertal auf der Stufe erheblich, wie das Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos auf seiner Website schreibt. Erheblich entspricht der dritten von fünf Gefahrenstufen.

tri/sda