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Deiche in Brandenburg halten Flut stand

Flut in Brandenburg auf Höchststand - Deiche halten

Absichtliche Polderflutungen trugen zur Entspannung der Lage in Brandenburg bei
Samstag, 29. Mai 2010
Frankfurt/Oder - In Deutschland hat die Flut in Brandenburg ihren Höhepunkt erreicht, aber bisher zu keinen grösseren Schäden oder Überschwemmungen geführt. Die Pegelstände am südlichen Grenzabschnitt zu Polen fallen inzwischen leicht.
In der Stadt Frankfurt zeigte der Pegel in der Nacht konstant 5,99 Meter. Neuere Zahlen vom Morgen gab es zunächst nicht, da ein Stromausfall den Server im Lagezentrum vorrübergehend lahmgelegte.

Die Arbeit sei dadurch aber nicht prinzipiell beeinträchtigt, hiess es. Sollte etwas wirklich wichtiges passieren, wie beispielsweise ein Schaden an einem Deich, würden sich die 13 Deichläufer per Telefon melden.

In Frankfurt gilt seit Freitag die höchste Alarmstufe 4, bei der Deiche überflutet werden können. Entspannter ist die Lage dagegen inzwischen in den südlichen Teilen Brandenburgs. Nach Angaben des Lagezentrums konnten dort an einigen Orten die Alarmstufen wieder gesenkt werden.

Kanzlerin Merkel wird im Überschwemmungsgebiet erwartet

Kanzlerin Angela Merkel wird heute Samstag im Überschwemmungsgebiet erwartet. Sie will gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck, und Frankfurts Oberbürgermeister Martin Wilke unter anderem die gegen das Hochwasser errichteten Spundwände in Augenschein nehmen.

Am Freitag war es zu ersten Deichschäden gekommen - etwa in der Nähe des Pegels Ratzdorf Oder-Spree, an dem das Wasser zuvor seinen Scheitelpunkt erreicht hatte und wo Oder und Neisse zusammenfliessen.

Insgesamt hielten die grösstenteils erneuerten Wälle jedoch dem Druck stand. Zu ihrer Entlastung wurden am Freitagnachmittag nahe Schwedt zwei Polder geöffnet.

Schulen und Kitas bei Slubice geschlossen

Bei Slubice, der polnischen Nachbarstadt Frankfurts, ist die Lage bedrohlicher: Teile der Stadt liegen tiefer als die Oder. Zwei Dörfer wurden bereits evakuiert. Schulen und Kindertagesstätten sind geschlossen. Die Deiche hielten bislang aber auch dort.

et/sda