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Flucht vor Hochwasser in China

China leidet unter Überschwemmungen und Erdrutsche.
Samstag, 19. Juni 2010
Peking - Nachdem tagelanger Regen die Pegel mehrerer Flüsse gefährlich ansteigen liess, mussten im Süden Chinas mehr als 1,4 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen.
Das berichteten staatliche Medien. In den vergangenen Tagen waren mindestens 88 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben gekommen.

Aus den Gebieten an Flussufern und tiefer gelegenen Gebieten in der Nähe der Hochwasser führenden Flüsse wurden nach Angaben der Behörden mehr als 1,4 Millionen Anwohner in Sicherheit gebracht, wie die staatliche Zeitung «China Daily» berichtete. Bereits am Donnerstag hatte der Perlfluss in der Provinz Guangdong einen gefährlichen Wasserstand erreicht. Der weitverzweigte Strom ist Chinas zweitlängster Wasserweg.

88 Todesfälle durch Erdrutsche und Überschwenmmungen

Das Staatsfernsehen zeigte Bilder aus Guangdong von fast völlig überfluteten Häusern. In der benachbarten Provinz Fujian traten ebenfalls Flüsse über ihre Ufer. In der Provinz Jiangxi begannen Arbeiter, riesige Steinbrocken von den Strassen zu räumen, die durch Erdrutsche dorthin gelangt waren. Seit einer Woche waren im Süden Chinas heftige Regenfälle niedergegangen. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen kamen mindestens 88 Menschen ums Leben.

48 Vermisste

Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für zivile Angelegenheiten wurden in acht südlichen Provinzen noch 48 Menschen vermisst. Die Kosten der Katastrophe belaufen sich demnach mittlerweile auf 11 Milliarden Yuan 1,8 Milliarden Franken.

Der Nationale Wetterdienst warnte vor weiteren Regenstürmen in den kommenden Tagen. Der Hochwasserschutz werde sich «enormen Herausforderungen» gegenüber sehen. ausgerufen.

bang/sda