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Flammeninferno nach Anschlag auf Ölraffinerie in Indien

Samstag, 8. März 2003
Neu Delhi - Separatisten haben im Nordosten Indiens einen Tank einer Ölraffinerie und eine Pipeline in die Luft gesprengt und damit ein Inferno ausgelöst. Die Flammen schlugen mehr als 20 Meter hoch und bedrohten benachbarte Öltanks.
An der brennenden Pipeline war die Hitze so gross, dass die Rohre schmolzen. Nach ersten Ermittlungen wurde bei dem Anschlag niemand verletzt, wie die indische Nachrichtenagentur UNI berichtete.

Rebellen der Assam Befreiungsfront ULFA hatten in der Nacht die Raffinerie in Dibgoi im Bundesstaat Assam und eine nahe gelegene Pipeline mit Granaten beschossen.

Ein Öltank mit 5000 Tonnen Fassungsvermögen geriet in Brand. Die Feuerwehr versuchte, sieben weitere Tanks von den Flammen abzuschirmen. Die vergleichsweise kleine Raffinerie hat eine Kapazität von fünf Millionen Tonnen pro Jahr.

Der ULFA-Anführer Paresh Barua drohte in einem Bekenneranruf mit weiteren derartigen Angriffen. Im Februar hatte die ULFA den Flughafen von Guwahati mit einer Granate angegriffen. Vor vier Jahren hatte sie bereits einmal einen Öltank gesprengt.

Derartige Anschläge erregen viel Aufmerksamkeit, während die überwiegende Zahl der ULFA-Attentate Polizisten und Zivilisten gilt und kaum Schlagzeilen macht. Die ULFA kämpft seit 24 Jahren für ein unabhängiges Assam.

rr/sda