Spaniens Regierungschef José Luis Rodrguez Zapatero sprach von einem kriminellen Hintergrund der Feuer. 14 mutmassliche Brandstifter seien bislang festgenommen worden, sagte er in Santiago de Compostela.
Zapatero reist nach Galicien
Zapatero hatte seinen Urlaub unterbrochen und war nach Galicien gereist. Bereits bei seiner Ankunft hatte er einen Eindruck vom Ausmass der Katastrophe bekommen. Der Flughafen der Regionalhauptstadt Santiago war in Qualm gehüllt, in der Umgebung brannten die Wälder.
Im Feriengebiet um die Kleinstadt Muros wurden Hotels, Pensionen und Campingplätze geräumt. Die meisten Touristen kehrten vorzeitig in die Heimat zurück. In der Hafenstadt Vigo liessen sich Dutzende Einwohner wegen Atembeschwerden behandeln.
Eliteeinheit
Zapatero kündigte die Entsendung einer Eliteeinheit des Militärs in das betroffene Gebiet an. 1200 Soldaten des Heeres und der Luftwaffe begannen damit, die Wälder zu überwachen. Sie sollen mit schwerem Gerät verhindern, dass die Flammen auf Wohngebiete übergreifen.
Spanien erhielt unterdessen Hilfe aus dem Ausland: Frankreich und Italien stellten vier Löschflugzeuge zur Verfügung, auch Nachbar Portugal will seine Hilfe ausweiten.

