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Flammeninferno: Zapatero unterbricht Urlaub

José Luis Rodríguez Zapatero sprach von einem kriminellen Hintergrund der Feuer.
Heute loderten über 100 Brandherde. (Archivbild)
Donnerstag, 10. August 2006
La Coruña - Galicien brennt seit einer Woche, und ein Ende ist nicht absehbar.
Tausende von Feuerwehrleuten und Soldaten brachten das Flammeninferno im Nordwesten Spaniens noch nicht unter Kontrolle. Am Donnerstag loderten über 100 Brandherde. Mindestens 63 davon breiten sich weiter aus. Die Flammen erreichten am Mittwochabend auch die bisher verschont gebliebene Costa de la Muerte.

Spaniens Regierungschef José Luis Rodrguez Zapatero sprach von einem kriminellen Hintergrund der Feuer. 14 mutmassliche Brandstifter seien bislang festgenommen worden, sagte er in Santiago de Compostela.

Zapatero reist nach Galicien

Zapatero hatte seinen Urlaub unterbrochen und war nach Galicien gereist. Bereits bei seiner Ankunft hatte er einen Eindruck vom Ausmass der Katastrophe bekommen. Der Flughafen der Regionalhauptstadt Santiago war in Qualm gehüllt, in der Umgebung brannten die Wälder.

Im Feriengebiet um die Kleinstadt Muros wurden Hotels, Pensionen und Campingplätze geräumt. Die meisten Touristen kehrten vorzeitig in die Heimat zurück. In der Hafenstadt Vigo liessen sich Dutzende Einwohner wegen Atembeschwerden behandeln.

Eliteeinheit

Zapatero kündigte die Entsendung einer Eliteeinheit des Militärs in das betroffene Gebiet an. 1200 Soldaten des Heeres und der Luftwaffe begannen damit, die Wälder zu überwachen. Sie sollen mit schwerem Gerät verhindern, dass die Flammen auf Wohngebiete übergreifen.

Spanien erhielt unterdessen Hilfe aus dem Ausland: Frankreich und Italien stellten vier Löschflugzeuge zur Verfügung, auch Nachbar Portugal will seine Hilfe ausweiten.

fest/sda