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Feuerquallen verderben Touristen den Spass

Die Meereserwärmung wirkt sich seit einigen Jahren negativ aus.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Paris - Alptraum für Strandurlauber: Angesichts von Überfischung und Klimawandel werden Feuerquallen an den Mittelmeerküsten zur Plage.
An der Cte d'Azur zwischen Cannes und Cagnes-sur-Mer treiben seit Wochen riesige Schwärme der rot-leuchtenden Tiere im Wasser. Während Monaco und Cannes der Plage mit Unterwasser-Gitternetzen beizukommen versuchen, hat die Provence-Küstenstadt Antibes den Quallen regelrecht den Krieg erklärt.

Zum Vier-Stufen-Plan zählten Patrouillen-Boote, die mit Staubsauger-artigen Maschinen die glibberigen Tiere aus dem Wasser saugten, sowie eine «Anti-Quallen-Brigade» von städtischen Mitarbeitern, die mit Fangnetzen die Ufer säuberten, berichtete die Tageszeitung «Nice Matin».

Bereits die achte Sommersaison in Folge tauchen die Quallen nun massenweise im Mittelmeer auf, berichtete «Le Monde». Das sei ein neues Phänomen. Statistiken zufolge dürften die Tiere nur alle zwölf Jahre auftauchen, und müssten sich dann nach zwei bis sieben Jahren wieder zurückziehen.

Laut «Le Monde» gibt es drei mögliche Gründe für die Dauerplage. So habe sich das Mittelmeer im Winter von durchschnittlich 13 Grad auf 14 Grad erwärmt. Das leiste der Entwicklung der Tiere Vorschub, die sich in warmen Gewässern wohlfühlten. Wegen der Überfischung der Thunfisch-Bestände und des allmählichen Verschwindens der Wasserschildkröten gebe es zudem immer weniger natürliche Feinde.

ht/sda