Mindestens 41 Menschen sind nach Angaben von Polizeisprecher Rosenfeld bislang in den Flammen ums Leben gekommen. Das israelische Radio sprach hingegen von 43 Toten. 17'000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.
Noch nicht unter Kontrolle
Das Feuer wütete am Samstag weiter. Vor allem während der Nacht, wenn die Löschflugzeuge am Boden bleiben müssen, griffen die Feuernester immer weiter um sich. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle.
Das könne später am Abend geschehen. Man hoffe, dass es noch vor der Dunkelheit passiere, weil die Arbeit in der Nacht sehr problematisch sei, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Joram Levy.
Auch wenn das Feuer erst einmal unter Kontrolle ist, rechnen die Helfer noch mit Tagen, bis auch der letzte Brandherd richtig gelöscht ist. Darüber hinaus verdächtigt die Polizei bislang Unbekannte, immer wieder neue Brände zu legen.
Das Feuer bedrohte am Samstag auch das von Drusen bewohnte Dorf Usufija im Karmel-Gebirge. Der Internetdienst «ynet.com» berichtete, dass Bürger die Bäume um ihre Häuser herum fällten, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Dagegen verbuchten die Feuerwehrleute und Soldaten am Samstag auch einen grossen Erfolg. Sie stoppten das Feuer rund einen Kilometer vor Denija, einem Vorort der Grossstadt Haifa.
Hilfe aus dem Ausland
Seit Tagesanbruch flogen acht Löschflugzeuge aus dem Ausland sowie zehn kleinere israelische Maschinen pausenlos Einsätze. Grosse Hoffnung setzen die Einsatzkräfte vor allem auf eine russische Iljuschin 76.
Dieses extrem grosse Löschflugzeug könne während eines Einsatzes bis zu 44 Tonnen Löschmittel versprühen.
