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Fahrlässigkeit Ursache für Brand in Israel

Feuer in Israel wütet weiter - Helfer schöpfen Hoffnung

Der Grossbrand in Israel ist noch nicht unter Kontrolle.
Samstag, 4. Dezember 2010
Tel Aviv/Haifa - Der verheerende Waldbrand in Israel ist trotz internationaler Hilfe auch nach zwei Tagen noch nicht unter Kontrolle. Doch die mehr als 3000 Einsatzkräfte sehen erste Anzeichen dafür, dass das Feuer nach den massiven Löscharbeiten aus der Luft schwächer wird.
Der bislang schwerste Grossbrand in der Geschichte Israels ist nach ersten Untersuchungen der Polizei nicht von Brandstiftern gelegt worden. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld nannte am Samstag Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit als mögliche Brandursache.

Mindestens 41 Menschen sind nach Angaben von Polizeisprecher Rosenfeld bislang in den Flammen ums Leben gekommen. Das israelische Radio sprach hingegen von 43 Toten. 17'000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Noch nicht unter Kontrolle

Das Feuer wütete am Samstag weiter. Vor allem während der Nacht, wenn die Löschflugzeuge am Boden bleiben müssen, griffen die Feuernester immer weiter um sich. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle.

Das könne später am Abend geschehen. Man hoffe, dass es noch vor der Dunkelheit passiere, weil die Arbeit in der Nacht sehr problematisch sei, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Joram Levy.

Auch wenn das Feuer erst einmal unter Kontrolle ist, rechnen die Helfer noch mit Tagen, bis auch der letzte Brandherd richtig gelöscht ist. Darüber hinaus verdächtigt die Polizei bislang Unbekannte, immer wieder neue Brände zu legen.

Das Feuer bedrohte am Samstag auch das von Drusen bewohnte Dorf Usufija im Karmel-Gebirge. Der Internetdienst «ynet.com» berichtete, dass Bürger die Bäume um ihre Häuser herum fällten, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Dagegen verbuchten die Feuerwehrleute und Soldaten am Samstag auch einen grossen Erfolg. Sie stoppten das Feuer rund einen Kilometer vor Denija, einem Vorort der Grossstadt Haifa.

Hilfe aus dem Ausland

Seit Tagesanbruch flogen acht Löschflugzeuge aus dem Ausland sowie zehn kleinere israelische Maschinen pausenlos Einsätze. Grosse Hoffnung setzen die Einsatzkräfte vor allem auf eine russische Iljuschin 76.

Dieses extrem grosse Löschflugzeug könne während eines Einsatzes bis zu 44 Tonnen Löschmittel versprühen.

asu/sda