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Felssturzgebiet bleibt gesperrt

Ende Juni soll die Strecke wieder geöffnet sein.
Freitag, 16. Juni 2006
Gurtnellen - Das strikte Verkehrsregime durch das Felssturzgebiet in Gurtnellen wird nicht gelockert.
Uri hat eine Forderung des Tessiner Tourismus zurückgewiesen. Der Kanton rechnet weiter damit, dass die Achse Ende Juni offen ist. Der Urner Baudirektor Markus Züst hat am Morgen dem Tessiner Baudirektor Marco Borradori und Alberto Crameri von der Bündner Baudirektion in einem fünfminütigen Helikopterflug die Abbruchstelle gezeigt. Um das Treffen gebeten hatte Borradori.

Borradori zeigte sich gegenüber einem grossen Tross Tessiner Journalisten beeindruckt von den laufenden Arbeiten. Er sei sicher, dass Uri so schnell wie möglich arbeite. Ähnlich äusserte sich der Bündner Vertreter. Züst sagte, Uri arbeite am Limit.

Zur Zeit können nur Fahrzeuge mit Tessiner und Urner Kennzeichen durch das Bergsturzgebiet fahren. Borradori zeigte sich mit diesem Regime, dass die Südschweiz bevorzuge, grundsätzlich zufrieden.

Keine weiteren Ausnahmen

Borradori brachte aber die Bitte des Tessiner Tourismus vor, im Interesse des Ferienverkehrs im nördlichen Kantonsteil weitere Ausnahmen zu bewilligen. Züst wies diese Forderung klar zurück. Die Strasse sei ja eigentlich gesperrt und bereits ausgelastet.

Derweil laufen die Vorbereitungen für die Sprengung des prekären Fels auf Hochtouren. Von dort waren Ende Mai grosse Brocken auf die Autobahn gestürzt und hatten zwei Personen getötet. Seither ist die A2 aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Öffnung voraussichtlich Ende Juni

Laut Züst wird am Mittwoch entschieden, wann gesprengt wird. Wann der Verkehr wieder auf der A2 rollen kann, ist indes offen. Züst rechnet weiterhin damit, dass dies bis Ende Juni möglich sein wird.

Nach Angaben der Felstechnik Gasser, die die Sprengung vorbereitet, wird an sieben Tagen die Woche von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr im Bergsturzgebiet gearbeitet. Bei der Sicherheitssprengung dürften bis 6000 Kubikmeter Fels gesprengt werden.

fest/sda