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Evakuierungen wegen Vulkan Chaitén

Der Ort Chaitén sollte an anderer Stelle neu gegründet werden.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Santiago de Chile - Der Vulkan Chaitén im Süden Chiles ist nach neun Monaten relativer Ruhe erneut ausgebrochen. Etwa 150 Menschen, die noch in der gleichnamigen Stadt seit dem letzten Ausbruch im Mai 2008 Jahres ausgeharrt hatten, mussten in Sicherheit gebracht werden.
Das berichtete Radio Cooperativa. Auf die Ortschaft gehe Ascheregen nieder, es seien starke Erdstösse zu spüren, im Untergrund sei ein heftiges Dröhnen und Rumpeln zu hören und der etwa 1000 Meter hohe Vulkan speie Asche und giftige Dämpfe aus.

Die meisten der 4000 Einwohner der Stadt waren schon im vergangenen Mai in Sicherheit gebracht worden. Weitere 6000 Menschen waren aus ländlichen Gebieten im Umkreis des Vulkans in andere Landesteile geschickt worden. Damals hatte sich die Asche als dicke, graue Schicht auf Häuser, Wiesen und Wälder gelegt.

Nach Einschätzung der Behörden war die Region schon vor dem erneuten Ausbruch auf Jahre hinaus unbewohnbar. Der Ort Chaitén sollte an anderer Stelle neu gegründet werden. Nach geologischen Berechnungen war der Chaitén bis zum vergangenen Mai mehrere tausend Jahre inaktiv.

ht/sda