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Evakuierung am Vulkan Mount St. Helens angeordnet

Beim Mount St. Helens seien Anzeichen für eine Aufwärtsbewegung von Magma beobachtet worden.
Sonntag, 3. Oktober 2004
Seattle - Aus Angst vor einem Ausbruch des Mount St. Helens haben die Behörden am Samstag die Evakuierung der direkten Umgebung des Vulkans angeordnet. Wissenschaftler hatten die Warnstufe Drei herausgegeben. Das bedeutet Gefahr für Leben und Infrastruktur.
Der Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington könne innerhalb von 24 Stunden ausbrechen, warnten Wissenschaftler warnten nach US-Medienberichten. 2000 Personen wurden vorsorglich aus dem Johnston Ridge Observatorium evakuiert, das rund acht Kilometer vom Krater entfernt liegt.

Die Eruption könne stärker als zuvor angenommen sein, berichtete der US-Nachrichtensender CNN. Ein Ausbruch des Bergs hatte sich am Samstag durch mehrere Beben angekündigt. Der Vulkan stiess den zweiten Tag in Folge Dampf aus.

Ein Geologe der Bundesbehörde Geological Survey USGS sagte, es gebe Anzeichen für eine Aufwärtsbewegung von Magma. Flüssiges Gestein wird vor dem Austritt an die Erdoberfläche Magma genannt, danach heisst es Lava.

Am Freitag war der Vulkan nach rund 20 Jahren Ruhepause wieder erwacht und hatte Rauch und Asche gespuckt. 1980 waren einem Ausbruch des St. Helens 57 Menschen getötet worden. Glühende Lava zerstörte rund 200 Häuser.

rr/sda