Beschädigt wurden alte und auch neue Gebäude. So stürzte ein erst vor acht Jahren errichtetes Hochhaus in sich zusammen und riss zwei Menschen in den Tod. «Das wirft viele Fragen auf», sagte ein Gutachter. Etwa 50 Gebäude müssen abgerissen werden.
Immer wieder schrecken Nachbeben die Einwohner auf, rund 40 seien seit vergangenem Mittwoch registriert worden, teilte das Nationale Geografische Institut IGN mit. Zahlreiche Bewohner haben deshalb am Wochenende ihre Wohnungen wieder verlassen und Zuflucht in den Zeltlagern gesucht. Dort werden rund 4000 Menschen versorgt.
Die Katastrophe, bei der rund 300 Menschen verletzt worden waren, hat aber auch Betrüger angelockt. In den Lagern haben sich nach Angaben der örtlichen Behörden vermeintliche Erdbebenopfer gemeldet, die aber gar nicht aus der Gegend stammten. Sie wollten sich offenbar Staatshilfen erschwindeln. Die Polizei soll das nun mit Personenkontrollen vermeiden.
