Die Nachrichten aus Tschechien lösten in den ostdeutschen Elbe-Gebieten Erleichterung aus. Der Wasserstand der Richtung Sachsen strömenden Elbe sank. In der nordböhmischen Stadt Usti nad Labem sank das Wasser um 20 Zentimeter unter den Höchststand in der Nacht auf Dienstag.
Anspannung in Norddeutschland
Die Hochwasserlage im ostdeutschen Sachsen blieb trotzdem angespannt. Allerdings begannen die Pegel der Elbe auch hier allmählich zu sinken. So gingen die Wasserstände in Dresden und Schöna leicht zurück.
Vor allem im benachbarten Sachsen-Anhalt weckte dies Hoffnungen, dass die erst für Freitag erwarteten Höchststände der Elbe niedriger ausfallen als zunächst befürchtet. So stellte sich der Landkreis Wittenberg auf einen Höchststand von 6,25 Meter statt der zunächst prognostizierten 6,45 Meter ein.
Moderater Anstieg
In der Landeshauptstadt Magdeburg wird bis Freitag ein moderater Anstieg auf bis zu 6,40 Meter erwartet. Ab 6,50 Meter gibt es gefährdete Bereiche im Stadtgebiet.
In Brandenburg erwarten die Behörden für die zweite Wochenhälfte für mehrere Tage anhaltende Hochwasserpegel. Derzeit drohten dadurch aber weder Gefahren für Leben und Gesundheit noch müsse der Verkehr eingeschränkt werden.
Im gesamten Elbabschnitt setzte sich dennoch der Anstieg der Wasserstände fort, auch an der Oder wurden steigende Pegel gemeldet.
Der Hochwasserscheitel der Donau erreichte in der Nacht mit einem Stand von 8,61 Meter Budapest, ohne dass es zu weiteren Überflutungen gekommen wäre. Nun wird erwartet, dass der Wasserstand langsam sinkt, erklärte der Katastrophenschutz.
