Eine Preisprognose enthält die Studie nicht, doch hält der WEC generell hohe Energiepreise für wahrscheinlich und sinnvoll. «Höhere Preise erlauben es, mehr in die Energieerzeugung und in Forschung und Entwicklung zu investieren und sie verbessern die Energieeffizienz», sagte der südafrikanische Energiemanager Brian A. Statham, der die Studie vorstellte.
Um auch armen Ländern einen breiteren Zugang zu Energie zu ermöglichen, kämen in erster Linie Wasser- und Solarkraftwerke infrage. Auch zur Lösung der Umweltprobleme sei ein erhöhter Forschungsaufwand notwendig, etwa bei der Entwicklung von «sauberen» Kohlekraftwerken, die kein CO2 ausstossen.
Hauptproblem: Transport und die Verteilung der Energie
Gegenwärtig könnten rund zwei Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung, keine kommerzielle Energie nutzen. Grundsätzlich gebe es aber keine Engpässe bei Ressourcen, Kapital oder Technologie, die einer breiteren Energienutzung entgegenstünden.
Ein Problem sei vielmehr der Transport und die Verteilung der Energie. In vielen Ländern fehlten die Voraussetzungen wie zum Beispiel Stromnetze oder Gas-Versorgungsleitungen. Das gelte auch für etliche der Riesenstädte in den Entwicklungsländern.
