Sozial verträglich und realistisch sei dagegen eine 3500-Watt-Gesellschaft bis zum Jahr 2050, sagte Alexander Wokaun, Leiter des Forschungsbereichs Allgemeine Energie.
In der Schweiz werden derzeit rund 5000 Watt pro Jahr und Kopf verbraucht.
Möglichst rasche CO2-Reduktion
Dass die 2000 Watt pro Kopf nicht erreicht würden, sei für das Klima nicht entscheidend. Entscheidend für den Klimawandel sei eine möglichst rasche Reduktion der CO2-Emissionen.
Um die Erwärmung der Erdatmosphäre in Grenzen zu halten, müsse die Belastung durch CO2 bis 2050 global um bis zu 50 Prozent abnehmen.
Das entspreche einer Senkung von fast 15 Prozent pro Dekade zwischen 2010 und 2050. Das PSI geht davon aus, dass dies Kosten von rund 70 Mrd. Franken verursachen wird.
Grosses Umdenken nötig
Das langfristige Ziel liege bei einer Tonne CO2 oder 500 Watt pro Kopf und Jahr aus fossilen Quellen.
Das sei etwa sechs Mal weniger als heute und erfordere ein grosses Umdenken und den Einsatz aller nicht fossilen Energieträger, sagte Wokaun.
Für Wokaun ist klar, dass Kernenergie auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Stromproduktion in der Schweiz bleiben wird.
