MeteoSchweiz prophezeite für die tiefsten Lagen des Südtessins 3 bis 10 Zentimeter, für die übrigen Gebiete der Alpensüdseite 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Dabei sinke die Schneefallgrenze wahrscheinlich erst gegen Dienstagabend bis in die tiefsten Lagen des Südtessins.
Im westlichen Flachland der Alpennordseite und gegen Abend auch zum Osten hin setzt am Dienstag ebenfalls Niederschlag ein. Dieser geht rasch in Schneefall über, der auch am Mittwoch anhält.
Bis Mittwochabend erwartet MeteoSchweiz im Flachland der ganzen Alpennordseite 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee.
Erhebliche Lawinengefahr
Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung teilte mit, am Alpenhauptkamm und am Alpensüdhang ohne Südtessin und Engadin bestehe am Dienstag erhebliche Lawinengefahr Stufe 3. Dort sei mit spontanen Lawinenniedergängen zu rechnen. In den übrigen Gebieten herrsche mässige Lawinengefahr.
Der ungewöhnlich warme Januar hat in verschiedenen Branchen und Regionen zu Umsatzeinbussen geführt. Nur die höhergelegenen schneesicheren Gebiete, zum Beispiel im Wallis, konnten bisher zufrieden bis sehr zufrieden sein, profitierten sie doch vom Schneemangel in den anderen Gegenden.
Dass Frühlingsgefühle trotz blühender Krokusse und Haselsträuche verfrüht waren und es im Gegenteil bis in den April kalt sein könnte, illustrieren auch die Bauernregeln: «Sonnt die Katze im Januar, liegt am Ofen sie im Februar», steht da etwa nachzulesen. Oder: «Wenns der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.»
