Bis im Frühling 2008 muss die Konferenz Kantonaler Energiefachstellen im Auftrag der EnDK eine Revision der kantonalen Mustervorschriften im Gebäudebereich ausarbeiten. 2008 und 2009 könnten dann die einzelnen Kantone ihre Gesetze anpassen. Energiemassnahmen bei Gebäuden fallen in die Kompetenz der Kantone.
Die Vorgabe von 4,8 Liter Heizölverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche entspricht laut Communiqué dem Wert von Minergiebauten. Die EnDK will aber nicht den Minergie-Standard vorschreiben, weil damit ein Label bevorzugt würde, wie Konferenz-Sekretär Fadri Ramming auf Anfrage sagte.
Gebäude-Energieausweis
Vielmehr wollen die Energiedirektoren den Entscheid, wie die Vorschrift eingehalten wird, den Hauseigentümern überlassen. Prüfen wollen die Energiedirektoren auch einen gesamtschweizerisch einheitlichen Gebäude-Energieausweis.
Auf Bundesebene hat Energieminister Moritz Leuenberger angekündigt, noch dieses Jahr Energieeffizienzmassnahmen vorzuschlagen. Für Ramming ist das Vorgehen der Energiedirektoren aber effizienter. Für eine gesamtschweizerische Gesetzesregelung bräuchte es nämlich eine Verfassungsänderung und damit eine Volksabstimmung.
Ob die Bestimmungen rasch eingeführt werden, ist aber auch so unklar: Der Schweizer Hauseigentümerverband kündigte Widerstand an gegen die forsche Gangart der EnDK.
