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Kälte für viele afghanische Kinder tödlich

Dutzende Kinder bei Kältewelle in Afghanistan gestorben

Der Kältetod von Kindern in Afghanistan ist u.a. mit Lungenentzündungen und anderen Erkältungskrankheiten verbunden.
Sonntag, 19. Februar 2012
Kabul - Wegen des strengen Winters sind in Afghanistan im vergangenen Monat rund 40 Kinder gestorben. Allein in den Flüchtlingslagern am Rande der Hauptstadt Kabul seien 24 Kinder an der Kälte gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag.
Dort leben tausende Afghanen, die vor der Gewalt der radikalislamischen Taliban im Süden des Landes geflohen sind, in Zelten. Auch auf den Hochebenen im Zentrum des Landes habe es zahlreiche Todesfälle von Kindern gegeben, unter anderem durch Lungenentzündungen oder andere Erkältungskrankheiten.

Das gebirgige Land erlebt derzeit den härtesten Winter seit 15 Jahren. Die Hilfsorganisation «Save the Children» warnte, dass sich die Lage noch weiter verschlechtern könnte. «Dies war ein brutaler Winter und Kinder haben wenig, um sie vor der beissenden Kälte zu schützen», sagte der Landesdirektor der Organisation, Bob Grabman.

Vielen fehle es an Decken, Kleidung, Schuhen sowie Brennstoff und Lebensmitteln. Nachts sinke die Temperatur auf ein Niveau, das besonders für Neugeborene und Kleinkinder lebensbedrohlich sei.

asu/sda