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Düsterer und kalter Januar 2010

Auch vor dem WEF machte die Kälte nicht halt.
Freitag, 29. Januar 2010
Bern - Im Januar lagen lagen die Temperaturen im Durchschnitt in der Schweiz 1,2 Grad unter dem langjährigen Januarmittel. Zudem zeigte sich die Sonne selten. Ein zu kalter Januar scheint langsam zur Norm zu werden.
Die grösste Kälte herrschte in den Höhenlagen um 1000 Meter, wie SF Meteo Bilanz zog. Dort lag die Hochnebelgrenze am häufigsten, und es war entsprechend unerquicklich. Auf dem Hörnli im Zürcher Oberland war es 2,7 Grad kälter als üblich. Auch auf den Jurahöhen war eine Kleiderschicht mehr angesagt: In La Chaux-de-Fonds betrug der Kälteüberschuss 2,5 Grad.

In St. Gallen gab es ebenfalls allen Grund zum Zittern und Zähneklappern: Die Werte lagen 2 Grad unter dem Mittel. Einzig Mendrisio brachte es auf die üblichen Januarwerte.

Wie SF Meteo weiter schreibt, gewöhnen sich Schweizerinnen und Schweizer trotz globaler Erwärmung besser an eisige Winter. 2008 war der Januar mancherorts noch kälter als der aktuelle. Auf der Alpennordseite herrschte auch 2006 grosse Kälte.

Weitere Schneefälle prognostiziert

Im Vergleich zum «Seegfrörni-Januar» von 1963 ist das alles aber noch mild: Damals lag die Durchschnittstemperatur in Zürich 4,5 Grad unter dem langjährigen Mittel, in Basel rund 5 Grad.

Punkto Düsternis lag der Januar 2010 in weiten Teilen des Landes ebenfalls über dem Durchschnitt. Besonders hart traf es die Alpensüdseite, wo die Sonnenscheindauer nur 60 Prozent des üblichen Werts erreichte.

Frau Holle zeigte sich indessen zugeknöpft. Erst gegen Monatsende schneite es. Am Alpstein lag nur gerade die Hälfte der üblichen Schneemenge, und auch im Rest der Alpennordseite lag wenig Schnee. Allerdings sind noch vor dem Monatsende weitere Schneefälle prognostiziert.

 

fkl/sda