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Dürre und Buschfeuer in Australien

Der Klimawandel bringt höhere Temperaturen und weniger Regen.
Freitag, 13. Oktober 2006
Sydney - Australische Feuerwehrleute kämpfen angesichts der anhaltenden Trockenheit gegen hunderte Buschfeuer in vier Bundesstaaten.
Die Brände wurden durch hohe Temperaturen und starken Wind angeheizt. «Das ist die schlimmste Dürre seit 100 Jahren», sagte Ministerpräsident John Howard. Er rechnet mit einem negativen Einfluss auf die australische Wirtschaft.

Besonders die Landwirtschaft ist in massive Schwierigkeiten geraten. Viele Farmer müssen ihre Tiere verkaufen, weil sie sich Futter und Wasser für die Sommermonate nicht mehr leisten können. Die australische Regierung kündigte Finanzhilfen für die Not leidenden Landwirte an.

Selbstmorde werden Thema

Auch die Weizenernte dürfte in diesem Jahr einbrechen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die zuständige Behörde ihre Prognose für Wintergetreide um ein Drittel gekappt. Auch in den kommenden Jahren wird mit einer geringeren Ernte gerechnet.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten dürften sich auch auf die Psyche der Farmer auswirken. «Selbstmorde werden in den kommenden Monaten und Jahren ein immer wichtigeres Thema werden», sagte Gesundheitsparlamentssekretär Christopher Pyne.

Klimawandel als Gefahr

Wissenschaftler warnen davor, dass die Zahl der Buschfeuer in Zukunft weiter zunehmen könnte. Der Klimawandel bringt Australien höhere Temperaturen und weniger Regen.

ht/sda