In den Strassen trieben Trümmer und Boote, die aus ihren Verankerungen gerissen wurden. Zahlreiche Bewohner suchten auf höher gelegenem Gebiet Zuflucht, andere waren fieberhaft damit beschäftigt, ihre Möbel zum Schutz vor den Fluten auf dem Dach ihres Hauses zu stapeln.
Das Geschäftsviertel wirkte wie eine Geisterstadt, durch die Strassen floss das Wasser. Menschen waren in Kajaks und Ruderbooten unterwegs. Der Pegel des Hochwasser führenden Brisbane River sollte am Donnerstag seinen Höchststand erreichen. Dann könnten bis zu 45'000 Menschen betroffen.
Strom abgeschaltet
Für Brisbane, der Hauptstadt des Staats Queensland und drittgrössten Stadt des Landes, zeichnen sich damit die schlimmsten Überschwemmungen seit 100 Jahren ab.
In der Stadt wurden zwei Evakuierungszentren eingerichtet, in denen laut Bürgermeister Newman in den kommenden Tagen bis zu 6'500 Menschen Zuflucht suchen könnten.
Der Stromversorger Energex schaltete in Teilen der Stadt den Strom ab, betroffen waren am Mittwochnachmittag fast 70'000 Haushalte.
Pferde schwimmen im Wasser
Auch die westlich von Brisbane gelegene Vorstadt Ipswich mit 15'000 Einwohnern wurde am Mittwoch von den Wassermassen überschwemmt. Am Nachmittag standen 3'000 Häuser unter Wasser, 1'100 Bewohner retteten sich nach Angaben von Bürgermeister Paul Pisasale in Evakuierungszentren. Videoaufnahmen zeigten Pferde, die im braunen Wasser schwammen.
«Das Wasser steigt und verschlingt die ganze Stadt. Es ist wirklich herzzerreissend», sagte Ipswichs Bürgermeister Paul Pisasale. In den kommenden Tagen werden weitere Regenfälle erwartet.
Das Hochwasser erreichte auch den neben Queensland gelegenen Staat New South Wales, wo rund 4'500 Menschen wegen des Wassers festsassen.
