In der Schwedischen Akademie der Wissenschaften, wo jedes Jahr im Oktober über die Nobelpreise für Physik, Chemie und Ökonomie entschieden wird, überreichten sie ihre Forderungen an die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eingesetzte hochrangigen Expertengruppe zur globalen Nachhaltigkeit mit Ministern und Staatspräsidenten als Mitgliedern.
In ihren Empfehlungen setzen sich die Wissenschaftler unter anderem für nachhaltige Massnahmen zur Armutsbekämpfung und die Durchsetzung des Ziels von weniger als zwei Grad Celsius Klimaerwärmung ein. Dafür müssten die Kohlendioxidemissionen von 2015 an sinken. Nötig sei auch eine «Agrarrevolution, durch die mehr Nahrungsmittel auf nachhaltige Weise produziert werden», hiess es weiter.
«Umunkehrbare Konsequenzen» für unsere Welt
An dem von den Initiatoren leicht selbstironisch als «Geniegipfel» bezeichneten Symposium beteiligten sich unter anderem der deutsche Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg, der indische Wirtschaftspreisträger Amartya Sen und die südafrikanische Nobelpreisträgerin für Literatur, Nadine Gordimer.
Der in Mexiko geborene Chemie-Preisträger Mario Molina amtierte in Stockholm als «Richter» bei einem «Verfahren», in dem sich die Menschheit für ihre Behandlung des eigenen Planeten zu verantworten hatte. Das Urteil der wissenschaftlichen Jury: Das Verhalten der Menschen könne «abrupte und unumkehrbare Konsequenzen für die menschliche Gemeinschaft und die Ökosysteme haben.»
