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Der Mensch macht zuviel Druck auf die Umwelt

Zwischen 1970 und 2005 ist die Durchschnittstemperatur in der Schweiz um 1,5 Grad Celsius gestiegen. Schuld: Treihausgase.
Freitag, 1. Juni 2007
Bern - Der Zustand der Umwelt in der Schweiz hat sich in den letzten fünf Jahren nicht wesentlich verbessert. Die Lebens- und Konsumgewohnheiten machten die Fortschritte beim Umweltschutz zunichte, bilanziert der Bericht «Umwelt Schweiz 2007».
Im Vorfeld des internationalen Tages der Umwelt vom 5. Juni präsentierten die Bundesämter für Statistik BFS und Umwelt BAFU in Bern eine Aktualisierung ihres letzten Bericht von 2002. Sie ziehen darin eine gemischte Umweltbilanz der Schweiz. Fazit: «Der Mensch macht zuviel Druck auf die Umwelt.»

Gute Resultate hat die Umweltpolitik im Kampf gegen die Verschmutzung von Luft, Wasser und Böden, beim Schutz der Ozonschicht sowie bei der Abfallbewirtschaftung und -behandlung erzielt. Die Altlastensanierung kommt voran. Das Wissen um Naturgefahren und Störfallrisiken in der Gesellschaft wächst.

Die Treibhausgasemissionen - der Hauptgrund für die Klimaveränderungen - sind aber immer noch zu hoch. Zwischen 1970 und 2005 ist die Durchschnittstemperatur in der Schweiz um 1,5 Grad Celsius gestiegen. Die Schweizer Bevölkerung ist einer chronischen Belastung durch Ozon und Feinstaub ausgesetzt.

Zerstörung und Ausrottung

Der Verlust an Biodiversität ist ungebremst. 30 bis 60 Prozent der 50 000 einheimischen Pflanzen- und Tierarten sind heute mehr oder weniger akut gefährdet. Die Zerstückelung der Landschaft, die Zerschneidung von Ökosystemen und die Fragmentierung der Lebensräume setzen sich fort.

In den kommenden Jahren gilt es nach Ansicht der beiden Bundesämter, die Umweltfragen besser in andere Politikbereiche wie Verkehr und Landwirtschaft zu integrieren. Als grösste Herausforderung bezeichnen BFS und BAFU die nachhaltige Nutzung der knappen natürlichen Ressourcen.

fest/sda