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Dammbruch in New Orleans

Die Dämme waren nach Katrina nur notdürftig geflickt worden. (Bild: Archiv)
«Rita» hatte sich bereits am Morgen durch starke Windböen und heftige Regenfälle bemerkbar gemacht. (Bild: Archiv)
Freitag, 23. September 2005
Washington - In New Orleans sind wieder Strassen überflutet. Unter dem Druck des heranziehenden Hurrikans «Rita» entstanden mehrere undichte Stellen an einem nach «Katrina» mühsam geflickten Damm, und Wasser stürzte in das Viertel Ninth Ward.
Das ist jener Stadtteil, der von «Katrina» besonders stark verwüstet worden war. Die Überflutungen verstärkten die Sorge, dass «Rita» der Stadt neue schwere Überschwemmungen bescheren könnte, obwohl New Orleans nur von den Randgebieten des Sturms getroffen werden dürfte.

Bedeutende Dammbrüche

Nach Medienberichten stürzte das Wasser auf einer Länge von schätzungsweise mindestens zehn Metern an mehreren Stellen durch den Damm und über ihn hinweg. CNN zeigte Bilder, nach denen die Dammkrone zum Teil eingebrochen war.

Wie es weiter hiess, stieg in mehreren Strassen das Wasser in kurzer Zeit rapide an - in Dammnähe nach Angaben eines Sprechers der Nationalgarde um siebeneinhalb Zentimeter pro Minute. Es handle sich um bedeutende Dammbrüche, zitierten ihn US-Medien weiter.

Weitere Rückstufung

Wetterexperten schätzten, dass das Zentrum des Hurrikans am Samstag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr MESZ auf die Küste in Texas oder Lousiana treffen wird. Auf seinem Weg durch den Golf von Mexiko schwächte sich «Rita» weiter ab.

Der Wirbelsturm wurde mittlerweile von der Stärke vier auf drei zurückgestuft, wie die Nationale Hurrikan-Zentrum im US-Bundesstaat Florida mitteilte. Die Windstösse des Hurrikans hatten gegen 20 Uhr MESZ noch eine Geschwindigkeit von rund 210 Stundenkilometern.

bert/sda