«Deswegen haben die entwickelten Länder eine unausweichliche Verantwortung für den Klimawandel», sagte er. Es wäre «ungerecht», bindende Ziele für Emissionen festzulegen, die den Entwicklungsstatus eines Landes ignorierten.
Solche Vorgaben würden die Entwicklung der armen Staaten beeinträchtigen, sagte Ma Kai: «In der abschliessenden Analyse ist Klimawandel eine Entwicklungsfrage.»
Bald grösster Verschmutzer
China, das mit 1,3 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Erde, wird nach Expertenansicht noch dieses Jahr die USA als grösster Produzent von Kohlendioxid überholen. Als Entwicklungsland ist China von den Verpflichtungen nach dem Kyoto-Protokoll ausgenommen.
Präsident Hu Jintao wird auf dem G-8-Gipfel mit der Forderung konfrontiert werden, dass sich China stärker an den weltweiten Bemühungen beteiligt und ebenfalls zur Verringerung der Treibhausgase beiträgt. Minister Ma Kai bekräftigte, dass China Verantwortung übernehmen wolle.
Mehr Aufforstungen
Dem Plan zufolge will die kommunistische Regierung der Volksrepublik erneuerbare Energien fördern, die Landwirtschaft besser an die veränderten Temperaturen anpassen und grössere Gebiete aufforsten. Der 60-seitige Plan verspricht, «Klima-Politik in davon betroffene Bereiche zu integrieren».
