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China bereitet sich auf Haitang vor

Mehr als 850 000 Menschen wurden staatlichen Medien zufolge in Sicherheit gebracht.
Dienstag, 19. Juli 2005
Taipeh - Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 Kilometern pro Stunde rast der Taifun "Haitang" auf die chinesische Küste zu. Zuvor war der Wirbelsturm über Taiwan hinweggefegt.
In Taiwan kostete der Taifun bis zu sechs Menschen das Leben und verletzte weitere 30. In Sturmböen erreichte der Tropensturm Stärken von bis zu 155 Kilometern pro Stunde.

China bereitete sich auf das Schlimmste vor. Mehr als 850 000 Menschen wurden staatlichen Medien zufolge in Sicherheit gebracht. Rund 17 000 Fischerboote und Handelsschiffe wurden in den östlichen Provinzen Fujan und Zhejiang in die Häfen beordert. In Zhejiang gab es einen Erdrutsch. Acht Städte in der Provinz waren ohne Strom.

Eine Millionen SMS

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, die Behörden in Fuzhou hätten eine Million Kurznachrichten mit Sturmwarnungen auf Handys verschickt. Fährverbindungen und Flüge wurden eingestellt. Nach dem Erdrutsch wurden 5000 bewaffnete Polizisten mobilisiert, Deiche und Reservoirs wurden überwacht.

In Taiwan begannen unterdesen die Aufräumarbeiten. Helfer entfernten umgestürzte Bäume und Schilder von den Strassen. Die schweren Niederschläge halten weiter an, die Behörden warnten die Bevölkerung vor Erdrutschen und Überschwemmungen. In fast 100 000 Haushalten fiel der Strom aus.

Die taiwanesischen Behörden schätzten den durch "Haitang" verursachten Schaden auf umgerechnet rund 53 Millionen Schweizer Franken.

fest/sda