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Bund: Alte Fiebermesser sind zu entsorgen

Fieberthermometer.
Mittwoch, 29. November 2006
Bern - Fiebermesser und andere Thermometer mit Quecksilber sind gefährlich. Zerbricht ein Messgerät und fliesst das flüssige Metall aus, kann dies Lungen und Nerven angreifen.
Das Bundesamt für Umwelt ruft deshalb dazu auf, die Fiebermesser zu entsorgen. Quecksilber-Fiebermesser können allen Drogerien und Apotheken gratis abgegeben werden, wie das Bundesamt in der neusten Ausgabe seines Magazins «Umwelt» schreibt. Auf keinen Fall gehörten die Messgeräte in den Abfall, da das Quecksilber sonst mit viel Aufwand aus der Abluft gefiltert werden muss.

Thermometer zur Messung der Lufttemeperatur könnten bei den Entsorgungsstellen der Gemeinden abgegeben werden, sagte Georg Karlaganis vom Bundesamt für Umwelt BAFU auf Anfrage. Die Rückrufaktion wurde von den Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz ins Leben gerufen und wird vom BAFU unterstützt.

Eine Tonne Quecksilber in Haushalten

Eine Schätzung aus dem Jahr 2002 hat ergeben, dass in Schweizer Haushalten rund eine Tonne Quecksilber in Fiebermessern liegen, heisst es im Magazin weiter. Weitere knapp vier Tonnen lagerten in Blutdruckgeräten und Fiebermessern bei Schweizer Ärztinnen und Ärzten sowie in Spitälern.

Seit dem 1. Juli 2006 ist es in der Schweiz verboten, Fiebermesser und andere Thermometer mit Quecksilber zu verkaufen. Als Alternative können elektronische Messgeräte oder Instrumente mit der Flüssigkeit Geratherm gekauft werden.

ht/sda