Die Lecks befinden sich demnach in einer Wassertiefe von rund 450 Metern an einem Verbindungsrohr zwischen Bohrloch und der Bohrinsel. Das Ziel sei nun, das auslaufende Öl zu stoppen. Am Freitag hatte es noch geheissen, kein Öl fliesse ins Meer.
700'000 Barrel Dieseltreibstoff
Ein weiteres Umweltrisiko stellten rund 700'000 Barrel Dieseltreibstoff dar, die zum Zeitpunkt der Explosion am Dienstag auf der Bohrinsel gelagert waren. «Der Verbleib des Dieseltreibstoffs ist unklar», sagte ein BP-Sprecher.
Die US-Küstenwache entdeckte beim Überflug über das Seegebiet gut 60 Kilometer vor der Küste von Louisiana einen rund 30 mal 30 Kilometer grossen Ölteppich. BP bestätigte diese Angaben.
Mit einer grossen Räumungs- und Säuberungsaktion soll nun verhindert werden, dass das Öl an die Küste der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi gelangt. Dort befindet sich ein Ökosystem mit Wasservögeln, Garnelen und Austernbänken.
Die US-Küstenwache stellte die Suche nach elf vermissten Bohrinsel-Arbeitern unterdessen ein. 115 Arbeiter hatten von der Bohrinsel gerettet werden können, 17 von ihnen mussten mit Verletzungen ins Spital gebracht werden.
Auf der riesigen Plattform «Deepwater Horizon» hatte sich am Dienstag eine gewaltige Explosion ereignet. Zwei Tage später sank die Bohrinsel.
