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Bund warnt zukünftig via TV vor Unwettern

Besseres Warnsystem bei Naturkatastrophen

Hochwasser in Luzern: Durch bessere Warnung sollen die Schäden vermindert werden (Archivbild).
Montag, 27. Juni 2011
Bern - Vor Naturgefahren warnt der Bund künftig über Radio und Fernsehen. Bei grosser oder sehr grosser Gefahr soll über alle Kanäle eine offizielle Warnung der Behörden an die Bevölkerung ergehen.
Diese wird in einheitlicher Form, mit gleichem Text, gleicher Karte und gleichen akustischen und optischen Erkennungsmerkmalen verbreitet, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS am Montag mitteilte. Dieses Jahr ist ein Übergangssystem von MeteoSchweiz in Betrieb. Ab 2012 werden die Warnungen dann durch die Nationale Alarmzentrale NAZ koordiniert.

Damit ziehen die Bundesbehörden die Lehren aus mehreren Naturereignissen, bei welchen ein Teil der Schäden mit einer früheren Warnung hätte verhindert werden können. Gemäss einer Studie wären allein die Hochwasserschäden seit 2005 mit einem besseren Warn- und Alarmierungssystem rund 600 Millionen Franken tiefer ausgefallen.

Grundlage des neuen Systems ist die Totalrevision der Alarmierungsverordnung, die seit Anfang 2011 in Kraft ist. In den letzten Monaten haben Bundesbehörden und Medien das konkrete Alarmierungssystem ausgearbeitet.

dyn/sda