Insbesondere an verkehrsexponierten Standorten würden Emissionsgrenzwerte regelmässig überschritten, sagte Maly. Bis ins Jahr 2000 habe die Schadstoffbelastung markant abgenommen, sagte der Zürcher Baudirektor und Regierungsrat Markus Kägi.
Danach stagnierte sie auf hohem Niveau und sei nun in den letzten zwei Jahren erneut leicht zurückgegangen. Die Verunreinigungen verursachen aber allein im Kanton Zürich Kosten von bis zu 800 Millionen Franken im Jahr: Zu Gesundheitskosten von 555 Millionen kommen 164 Millionen an Gebäudeschäden und 99 Millionen an Ernteausfällen und Waldschäden.
Menschen ändern Verhalten nicht
Kägi rechnet dennoch damit, dass die Luft künftig noch reiner werden kann. Dies sei unter anderem möglich, weil der Bund schärfere Abgasgrenzwerte plane. Dazu beitragen werde auch der technische Fortschritt, beispielsweise durch sauberere Fahrzeuge.
Der Hebel müsse im Energiebereich angesetzt werden, sagte Helmut Kindle, Vorsteher Amt für Umwelt im Fürstentum Liechtenstein. «Verhaltensveränderungen sind sehr schwierig durchzubringen.» Es müssten Massnahmen zur Marktregulierung ergriffen werden.
«Ostluft» existiert seit zehn Jahren. Dem Verbund angeschlossen sind die beiden Appenzell, Glarus, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Thrugau und Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein. Die Ämter, die bei «Ostluft» beteiligt sind, überwachen die Luftqualität. Sie erstellen spezielle Analysen.
