Der Bürgermeister von Terzigno, Domenico Auricchio, hatte keine Zeit, seinen Erfolg im Kampf gegen den Bau der neuen Deponie zu feiern. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Behinderung des öffentlichen Dienstes eingeleitet.
Auricchio hatte vergangene Woche Müllwagen aus 18 Gemeinden des neapolitanischen Raums verboten, in der bereits bestehenden Deponie von Terzigno abzuladen. Die Menschen würden sich wegen des üblen Geruchs aus der Deponie beklagen und Gesundheitsschäden befürchten, rechtfertigte der Bürgermeister seinen Einsatz.
2800 Tonnen Müll türmen sich derzeit auf den Strassen Neapels. Müllberge liegen auch vor der Villa des italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano. Die Lage hat sich auch wegen des schlechten Wetters zugespitzt, der seit Tagen den Grossraum von Neapel belastet.
