SBB-Sprecher Christian Ginsig ist bemüht, die Erwartungen in diesen aus der Ferne lenkbaren Bagger zu dämpfen. Der Baggereinsatz sei eine Option, sagte er auf Anfrage.
Das Absturzgebiet ist im engen Reusstal nicht leicht zugänglich. Eine Herausforderung wird es sein, den Bagger zur Unglücksstelle zu bringen. Offen sei auch, ob der Bagger graben könne, sagte Ginsig. Es könnte auch sein, dass wegen der Grabungsarbeiten Gestein nachrutsche.
Sicherheit geht vor
Ist der Einsatz des Baggers nicht möglich oder nicht erfolgreich, dürfte es noch länger dauern, bis an eine Bergung des Verschütteten zu denken ist. Bevor Menschen in den Hang können, müsste dieser gesichert werden, wohl auch mit Sprengungen.
Beim Verschütteten handelt es sich um einen 29 Jahre alten Urner. Er arbeitete für eine der beiden Baufirmen, die Hangsicherungsmassnahmen ausführten. In unmittelbarer Nähe hatte sich bereits im März ein Felssturz ereignet.
Der Bergsturz vom Dienstag kam gemäss Geologen trotz Überwachung aber unerwartet. Sorgen bereitet den Geologen seither ein 500 Kubikmeter grosses, labiles Felsstück, das wohl Mitte nächste Woche weggesprengt werden muss. Ob es weitere gefährliche Risse gibt, ist zur Zeit unbekannt.
Wie der Hang beschaffen ist, soll ein geologisches Modell zeigen, das derzeit mit Messungen erarbeitet wird. Erkenntnisse liefern soll auch das Freilegen des Gebietes oberhalb der Absturzstelle.
