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Australien bekräftigt Nein zum Kyoto-Protokoll

Australiens Schadstoff-Emission ist sehr hoch, Australien produziert 80 Prozent seiner Elektrizität aus Kohlekraftwerken.
Samstag, 7. April 2007
Sydney - Australien als einer der grössten Umweltsünder im pazifischen Raum hat sich vom neuen UNO-Klimabericht unbeeindruckt gezeigt. Premierminister John Howard sah «wenig Neues» und bekräftigte sein Nein zum Kyoto-Protokoll.
Nach Darstellung von Umweltminister Malcolm Turnbull ist eine Begrenzung des Schadstoffausstosses für Australien wenig verständlich, wenn zugleich von Entwicklungsländern wie Indien oder China keine Einschränkung der Emissionen erwartet werde.«Wir können ein globales Problem nicht lösen, wenn die grössten Schadstoff-Produzenten der Welt nicht Teil der Lösung sind.»

Scharfe Kritik an dieser Haltung der australischen Regierung kam von der Opposition. Die Regierung nehme den Klimawandel «überhaupt nicht Ernst», sagte Labor-Umweltexperte Peter Garrett.

Scharfe Kritik

Der Bericht hat unter anderem einen «bedeutenden Verlust an Bio-Diversität» in Australiens Great Barrier Reef bis 2020 vorausgesagt. Umweltminister Turnbull siedelte dagegen ein Verschwinden des Riffs «so ziemlich am Ende der möglichen Szenarien» an.

Australiens Schadstoff-Emission ist sehr hoch, da das Land über 80 Prozent seiner Elektrizität aus Kohlekraftwerken produziert.

ht/sda