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August zu kalt und zu nass

Der Herbst begann dieses Jahr bereits im August.
Mittwoch, 30. August 2006
Bern - Der August 2006 ist punkto Jahreszeit ein Ausreisser. Zu kalt und zu nass passt er in den Herbst und nicht in den Sommer, wo er hingehört.
Trotzdem geht der Sommer 2006 mit 2 bis 2,3 Grad Wärmeüberschuss in die Annalen ein - der Hitze-Juli wirkt nach.

Besonders auffallend am zu Ende gehenden August war die Hartnäckigkeit, mit der sich Kälte und Nässe hielten. Überhaupt hätte der August einer letzten September- oder ersten Oktoberhälfte alle Ehre gemacht.

Zürich erlebte einen einzigen Sommertag und nur gerade sechs Tage ohne Regen. In Basel blieb es vier Tage trocken, in Genf immerhin zehn. Häufig erreichte die Quecksilbersäule nicht einmal 20 Grad.

Bereits zu Monatsanfang war es zu kalt, hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Da die zweite Juli- und die erste Augusthälfte in der Schweiz den Hochsommer bilden, kam der Alpennordseite so die Hälfte dieser beliebten Jahreszeit abhanden.

Lang ist's her

Weit müssen die Meteorologen zurückblicken, um einen ähnlichen August wie den von 2006 zu finden: 1976 bis 1979 war der August jeweils ähnlich unfreundlich - und zwar gleich in Serie. Seither war der Monat immer wärmer.

Nass war auch August 2005, der mit seinem Jahrhundert-Hochwasser in die Geschichte eingeht. Damals regnete es aber am Alpennordhang entlang extrem - doppelt soviel wie normal und in kurzer Zeit.

Im zu Ende gehenden August fiel der Regen langsamer, dafür stetig. Im Mittelland summierten sich so bis zu 150 Prozent der durchschnittlichen August-Niederschläge, am Alpennordhang fielen 130 bis 160 Prozent. Die Sonnenscheindauer betrug gerade die Hälfte eines normalen Augusts.

Auf der Alpensüdseite zeigte sich der Wettergott gnädiger. Mit 120 bis 130 Prozent eines normalen Augusts war der Regen in den eher dürren Gegenden willkommen. Auch die Temperaturen lagen lediglich 1 bis 1,5 Grad unter der langjährigen Norm.

rr/sda