Das Aktionsprogramm enthält 165 konkrete Projekte von Ländern, Ländergruppen, Organisationen und Unternehmen. Als herausragendes Beispiel nannte der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin China. In dem Land, das auf Grund seines rasanten Wirtschaftswachstums einen immensen Energiehunger verzeichnet, soll der Anteil an erneuerbaren Energien schneller wachsen als der Energieverbrauch.
Minister und Regierungsvertreter teilen die Vision, dass erneuerbare Energien, kombiniert mit gesteigerter Energieeffizienz, zu einer höchst wichtigen und breit verfügbaren Energiequelle werden, heisst es in der Deklaration.
Auch die USA legten Pläne vor. Sie hätten sich entgegen anderen Vermutungen auf der Konferenz aktiv eingebracht und auch konstruktive Beiträge geleistet, sagte Trittin. Bedauerlich sei allerdings, dass Russland nicht mit einer Delegation auf der Bonner Staatenkonferenz vertreten gewesen sei.
Die Beteiligung an dem Aktionsprogramm war freiwillig. Die Umsetzung und Einhaltung soll aber nach Bonner Vereinbarungen im UNO-Rahmen verbindlich kontrolliert werden.
Unter dem Dach der Internationalen Energie-Agentur IEA gründete Trittin mit Vertretern mehrerer europäischer Staaten eine Arbeitsgruppe, die Investitionshindernisse für den Einsatz erneuerbarer Energien beseitigen soll.
Die Schweizer Delegation in Bonn wurde von Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie BFE, geleitet. Sie bestand aus Mitgliedern des BFE, des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA sowie Nationalrätin Doris Stump SP/AG.
