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economiesuisse kritisiert BUWAL-Studie

Die Wirtschaft sieht sich durch allzu starke Auflagen oft eingeschränkt.
Freitag, 12. August 2005
Bern - Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse ist über die BUWAL-Untersuchung zum Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Wirtschaft «nicht hoch glücklich».
Falsch seien die Aussagen der Studien zwar nicht, aber heikle Themen würden ausgespart. Man habe nur eine Seite der Medaille angeschaut, sagte Urs Näf, der bei economiesuisse für Energie- und Umweltpolitik zuständig ist, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Durch die Studien könne der Eindruck entstehen, Umweltschutz sei Wirtschaftsförderung und Arbeitsplatzbeschaffung. "Das ist er nicht."

So blende die Untersuchung aus, was der Wirtschaft durch Auflagen verhindert werde. Politisch strittige Fragen wie jene zum Verbandsbeschwerderecht oder zur Umweltsverträglichkeitsprüfung kämen nicht zur Sprache. Die Studien würden zudem methodisch eine Polarität Wirtschaft - Umwelt schaffen, die es so nicht gebe.

Umweltstandard sowieso hoch

Mitte Juli habe das Bundesamt für Statistik veröffentlicht, dass die Umweltausgaben der Unternehmen zurückgegangen seien. Das liege daran, dass viele Massnahmen bereits in neuen Produkten - etwa umweltfreundlicheren Maschinen - oder Produktionsverfahren integriert seien, sagte Näf.

Insofern sei die Fragestellung, wie viel ein Unternehmen für Umweltschutz ausgebe, gar nicht so relevant, hielt Näf fest.

fest/sda