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Zwei französische Atomkraftwerke für China

Frankreichs Präsident Sarkozy machte einen ersten Staastsbesuch in China.
Montag, 26. November 2007
Peking - Bei seinem China-Besuch hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die Themen Umwelt und der Menschenrechte vorsichtig angesprochen. Im Zentrum standen aber wirtschaftliche Abschlüsse mit einem Volumen von umgerechnet über 30 Milliarden Franken.
Bei Airbus bestellt China 110 Flugzeuge des Mittelstreckenmodells A320 für rund 150 Passagiere. Hinzu kommen 50 Langstreckenmaschinen A330 für rund 300 Passagiere. Mit rund zwölf Milliarden sei der grösste China-Auftrag in der Airbus-Geschichte, sagte ein Unternehmenssprecher.

Airbus sicherte Peking im Gegenzug zu, chinesische Unternehmen mit fünf Prozent der Fertigung des neuen Langstreckenjetzs A350 zu betrauen. Für den A320 baut Airbus bereits seit Mai ein Werk in China, das 2009 die Arbeit aufnehmen soll.

In der Kernenergie wurde eine weitgehende Kooperation vereinbart, darunter der Bau von zwei französischen Kernkraftwerken. Die Atomgeschäfte wurden auf acht Milliarden Euro beziffert. Die Volksrepublik will bis 2020 zwei Dutzend Atomkraftwerdke bauen.

Atomkraftwerke im Kampf gegen Klimawandel

Im Vorfeld der Umwelt-Konferenz von Bali konnte Sarkozy dabei die Interessen der Atomindustrie seines Landes mit dem Kampf gegen den Klimawandel verbinden: Bei der Energieerzeugung müsse China auf ein nachhaltigeres Wachstum setzen. Das sei im Interesse Chinas und des Rests der Welt.

Bei den Gesprächen mit der Führung Chinas seien auch Menschenrechtsfragen angesprochen worden. Unter anderem habe Sarkozy dazu gemahnt, die Vollstreckung von Todesurteilen auszusetzen, hiess es.

fest/sda