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Zürcher Regierung setzt auf Atomkraft

Die «Stromlücke» ist Kritikern zufolge eine Konzern-Legende und dazu da, die Kernenergie zu fördern.
Beznau I und II sowie Mühleberg sollen ersetzt werden. Bild: AKW Beznau.
Montag, 3. Dezember 2007
Zürich - Der Zürcher Regierungsrat sieht keine Alternative zu neuen Atomkraftwerken. Das geht aus dem neusten kantonalen Energieplanungsbericht hervor. Dieser legt den Finger vor allem auf das CO2-Problem, der Ausstoss sei massiv zu senken.
Es gelte, die sich ab 2020 abzeichnende Stromversorgungslücke durch neue inländische Grosskraftwerke zu schliessen, heisst es in dem Energieplanungsbericht 2006. Mit diesem legt die Regierung alle vier Jahre ihre energiepolitischen Ziele fest.

Die Stromlücke könne nicht allein durch bessere Energieeffizienz und erneuerbare Energien kompensiert werden, heisst es im Bericht. Dies umso mehr, als die geforderte Substitution fossiler Energie zu mehr Stromverbrauch führe. Konkret will die Regierung, dass mindestens die altershalber auslaufenden Kernkraftwerke Beznau I und II sowie Mühleberg ersetzt werden.

CO2-Ausstoss halbieren

Der Hauptfokus des Berichts liegt auf der Reduktion des CO2-Ausstosses im Kanton Zürich um rund zwei Drittel von heute 6 Tonnen pro Jahr und Person auf 2,2 Tonnen bis 2050. Dieses Ziel ist laut Regierungsrat durch konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien und stark verbesserter Energieeffizienz möglich.

Zur Umsetzung setzt der Kanton auch weiterhin vor allem auf Freiwilligkeit und finanzielle Anreize. In Diskussion sind unter anderem steuerliche Anreize bei der Sanierung von Altbauten und beim Verkehr die Einführung verursachergerechter Verkehrsabgaben.

fest/sda