In der Hauptstadt Neu Delhi dagegen konnten die Menschen bei klarem Himmel miterleben, wie sich 80 Prozent des Mondes vor die Sonne schoben.
In zahlreichen Gemeinden verfolgten die Menschen das Naturschauspiel unter freiem Himmel.
Alle grossen Fernsehsender in der Region übertrugen die Sonnenfinsternis live. Von Indien zog das Ereignis über Nepal, Bangladesch und Bhutan nach China und Japan.
Totale Finsternis in China
Die totale Sonnenfinsternis war unter anderem in der zentralchinesischen Stadt Chongqing zu sehen. Die Behörden hatten damit gerechnet, dass etwa 300 Millionen Menschen im Tal des Jangtse das seltene Naturschauspiel miterleben können.
In der Metropole Shanghai und zahlreichen anderen Orten behinderte jedoch schlechtes Wetter den Blick auf das Ereignis. Aus Sicherheitsgründen seien im Land dennoch die Verkehrspolizei verstärkt und die Strassenbeleuchtung angeschaltet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
In Japan war die Sonnenfinsternis auf der Insel Akuseki mit über sechs Minuten am längsten unter den von Menschen bewohnten Orten der Welt zu sehen.
Reinigendes Bad
Auf dem indischen Subkontinent fürchteten sich viele Menschen vor dem Naturereignis und den angeblich negativen Auswirkungen der verdunkelten Sonne. So nahmen in der als heilig geltenden Stadt Varanasi zehntausende gläubige Hindus unmittelbar nach Ende der Finsternis ein reinigendes Bad im Ganges.
In der nördlich von Neu Delhi gelegenen Stadt Kurukshetra kamen nach Medienberichten mehr als eine Million Hindus an einem heiligen See zusammen.
Wie lange der Erdtrabant die Sonne in Süd- und Ostasien verfinsterte, hing vom Standort ab. Während das Ereignis in Indien nur etwa drei Minuten dauerte, erlebte das zu den Marshallinseln zählende Eniwetok-Atoll im Pazifik mit 6 Minuten und 39 Sekunden die längste Finsternis.
