Nach dem Wintereinbruch sind in den Bergen zahlreiche Strassen verschneit, mehrere der Hauptpässe wurden bereits gesperrt. Nicht befahrbar sind laut TCS-Website auch die Pässe Flüela, Furka, Grimsel, Grosser Sankt-Bernhard, Klausen, Nufenen, Oberalp und Susten.
Der Schnee beeinträchtigte auch den Verkehr in Graubünden: Beim Autoverlad Vereina zwischen Prättigau und Engadin mussten Reisende mit einer Wartezeit von eineinhalb Stunden rechnen. Die Polizei empfahl den Autofahrern, Schneeketten zu montieren.
Schnee im Norden, Sonne im Süden
Für das gesteigerte Verkehrsaufkommen sorgten die Herbstferien. Überall ausser in den vier Kantonen Freiburg, Waadt, Genf und Tessin sind derzeit Schulferien. Viele Sonnenhungrige dürften aber auch wegen Kälte, Nässe und Schnee in den Süden entflohen sein. Während im Norden die Temperaturen deutlich unter 10 Grad lagen, erreichten sie im Tessin laut MeteoSchweiz fast 17 Grad.
Winterliche Verhältnisse mit Schneefall gab es jedoch nicht nur in den Bergen. Wie Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, fiel in den Nordbündner Tälern und im Glarnerland vereinzelt Schnee bis auf 600 Meter.
Wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in seinem Lawinenbulletin mitteilte, fielen im Berner Oberland und in Nordbünden verbreitet zwischen 30 und 50 Zentimeter Schnee, in den Glarner Alpen gar bis zu 70 Zentimeter. Auch Teile des Wallis, des Tessins und des restlichen Bündnerlands wurden von einer Schneedecke überzogen, die zwischen 10 und 20 Zentimeter dick war.
