Das Sturmtief Silvia hat den ganzen Tag für Sturmböen in den Bergen gesorgt. Am Nachmittag lagen die Spitzen bei gut 130 Stundenkilometern, gegen Abend blies der Wind noch stärker. "Die Kaltfront verursacht einen Druckanstieg, was zu starken Winden führt", sagte Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz auf Anfrage.
Um 19 Uhr registrierten die Wetterdienste rund 150 Stundenkilometer auf dem Chasseral im Jura und 137 Stundenkilometer auf dem Gipfel des Moléson im Freiburgerland. Im Flachland wurden an exponierten Lagen Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gemessen.
Am Nachmittag wehte der Wind am stärksten in der Ostschweiz: So wurden auf dem Säntis Windgeschwindigkeiten von 136 Kilometern pro Stunde verzeichnet. In der Innerschweiz wurden auf dem Pilatus 133 Stundenkilometer gemessen.
Aber auch im Mittelland wehte der Wind bereits am Nachnittag stärker als normal. Im solothurnischen Niederamt wurden bis zu 74 Kilometer pro Stunde registriert. Auf dem Bantiger bei Bern waren es 110 Stundenkilometer.
Regen statt Schnee
Das Sturmtief aus dem Westen brachte milde Luft, was sich auch auf die Schneefallgrenze auswirkte. Wie SRF Meteo mitteilte, regnete es in Jura und an den Voralpen bis auf 1200 Meter hinauf. Im westlichen Berner Oberland lag die Schneefallgrenze stellenweise sogar bei rund 1800 Meter.
Hingegen schneite es im nahezu windstillen Rhonetal bis auf 600 Meter. Dort blieb die Kaltluft unbewegt liegen. Mit der Kaltfront sinkt nun aber die Schneefallgrenze allgemein unter 1000 Meter. Der Wind flaut im Flachland am Freitagmorgen rasch ab.
